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Mississippis Kleinstadtperlen

Wer Mississippi wirklich kennenlernen möchte, sollte auch seine kleineren Städte besuchen. Hier zeigt sich der herzliche Charme des Südens besonders schön. Hattiesburg und Oxford begeistern mit Kreativität und Kultur, in Natchez und Columbus führen historische Südstaatenvillen in vergangene Zeiten. Tupelo lockt mit Elvis Presley und einem vielseitigen Ausgehangebot. Überall warten gute Restaurants, individuelle Geschäfte und gemütliche Coffeeshops.

Literatur und Universitätsflair in Oxford
Lesefans und Genießer schätzen die charaktervolle Kleinstadt im Norden Mississippis. Die traditionsreiche Universität Ole Miss prägt das weltoffene Lebensgefühl. Rund um den zentralen Square laden Restaurants wie das Ajax Diner, City Grocery und Snackbar zum Essen ein. Alle drei wurden 2025 vom Michelin Guide für den amerikanischen Süden empfohlen.

Auch Literaturbegeisterte kommen auf ihre Kosten: Literaturnobelpreisträger William Faulkner lebte und arbeitete in Rowan Oak, seiner bescheidenen, idyllisch gelegenen Südstaatenvilla. Das heutige Museum bewahrt die Originaleinrichtung, seine Schreibmaschine und handschriftliche Notizen an den Wänden. Wer tiefer in die Welt der Bücher eintauchen möchte, sollte auch Square Books besuchen, den gemütlichen, gut sortierten Buchladen im Stadtzentrum.

Tennessee Williams und historische Villen in Columbus
Historische Villen, Soulfood, Blues und große Literaturgeschichte prägen den Charme von Columbus. Bei den Historic Home Tours öffnen private Südstaatenvillen ihre Türen und ermöglichen spannende Einblicke in die Architektur und das Leben vergangener Zeiten.

Auch Schriftsteller Tennessee Williams hat hier seine Spuren hinterlassen. Der Pulitzerpreisträger wuchs im ehemaligen Pfarrhaus auf, das heute als Welcome Center und Museum an den berühmten Sohn der Stadt erinnert. Ein Abstecher zum Friendship Cemetery lohnt sich ebenfalls: Der Friedhof gilt als wichtiger Ort in der Entstehungsgeschichte des Memorial Day.

In Downtown laden kleine Geschäfte und Coffeeshops zum Bummeln ein. Gute Küche bieten etwa Harveys und Huck’s Place. Rund um die historische Catfish Alley findet zudem das Festival Catfish in the Alley statt, bei dem Blues und regionale Spezialitäten im Mittelpunkt stehen.

Kreativer Geheimtipp: Hattiesburg
Streetart-Fans werden Hattiesburg lieben. Mehr als 50 farbenfrohe Murals, Skulpturen und überraschende Kunstwerke prägen das Stadtbild. Ein besonderes Highlight ist das Hattiesburg Pocket Museum: In einer kleinen Gasse zeigt Mississippis wohl kleinstes Museum frei zugängliche Miniaturkunst und liebevoll gestaltete Installationen. Der Hattiesburg Public Art Trail führt zu zahlreichen dieser kreativen Entdeckungen.

In Downtown treffen Südstaatencharme und moderne Kreativität aufeinander. Gemütliche Cafés, Restaurants, Galerien, Live-Musik und Aufführungen im historischen Saenger Theater sorgen für Abwechslung. Das African American Military Museum widmet sich den Beiträgen afroamerikanischer Soldaten zur amerikanischen Militärgeschichte. Wer ins Grüne möchte, findet im Chain Park at Twin Forks Erholung; auch die geschützten Wälder des De Soto National Forest liegen nicht weit entfernt.

Natchez: eine Schatztruhe voller Südstaatenflair
Romantisch, historisch, musikalisch und herzlich: Natchez gehört zu den besonderen Schmuckstücken des Südens. Nirgendwo sonst in Mississippi finden sich so viele historische Südstaatenvillen auf engem Raum. Vor allem im Frühling und Herbst öffnen zahlreiche Anwesen im Rahmen der Spring und Fall Pilgrimage ihre Türen für Besuchende.

Ein besonderes Erlebnis ist der Sonnenuntergang am unteren Mississippi-Ufer. Mit etwas Glück zieht dabei ein Schaufelraddampfer vorbei. Anschließend locken Lokale wie der Under-the-Hill Saloon oder das Magnolia Grill mit regionalen Spezialitäten. In Downtown sorgen Juke Joints, Bars und Restaurants für ein lebendiges Musikangebot. Tagsüber laden Boutiquen, Galerien und kleine Geschäfte zum Stöbern ein. Ein Spaziergang am oberen Mississippi-Ufer rundet den Besuch ab.

Elvis’ Spuren folgen: Tupelo
Einmal in dem kleinen Holzhaus stehen, in dem Elvis Presley geboren wurde, und anschließend durch die gepflegten Straßen seiner Heimatstadt schlendern: Tupelo verbindet Musikgeschichte mit dem entspannten Flair einer lebendigen Kleinstadt. Gute Restaurants, Live-Musik und Ausflugsmöglichkeiten machen den Ort auch abseits des Elvis-Kults attraktiv.

Im Elvis Presley Birthplace & Museum kommen Fans dem späteren King of Rock ’n’ Roll ganz nah. Auf einer Elvis-Tupelo-Radtour lassen sich weitere Orte aus seiner Jugend entdecken. Das jährliche Tupelo Elvis Festival im Juni zieht zusätzliche Musikfans an. Natur und Geschichte bietet der nahegelegene Natchez Trace Parkway, auf dem sich auch Spuren der indigenen Chickasaw-Kultur erkunden lassen.