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Natchez Trace Parkway Roadtrip

Von der Südstaatenperle Natchez bis in Elvis‘ Geburtsort Tupelo – durch den längsten Nationalpark der USA. Auf einem Roadtrip über die zweispurigen Reisestraße Natchez Trace Parkway warten viel Geschichte und schönste Natur.  Als eine der längsten und landschaftlich reizvollsten Routen der USA bietet der Natchez Trace Parkway nicht nur eine gemächlichere Alternative zu Interstate Highways, sondern auch kilometerlange Wander- und Reitwege, schönste Campingoptionen und lebendige Städtchen in der Nähe. An den Haltebuchten sind beeindruckende Natur und historische Stätten der Ureinwohner und Pioniere des „Old Trace" zu sehen. Radfahrende nutzen die Straße als Rad-Roadtrip-Route gemeinsam mit den Autos.

Der längsten Teil der 444-Meilen-Strecke von Nashville bis Natchez führt durch Mississippi. Die Straße folgt dem Old Trace: erst ein Büffelpfad, dann Handelsroute der Ureinwohner und Pioniere. Ideale Start- oder Endpunkte sind Natchez und Tupelo. Eine wunderbare Möglichkeit, den Südstaat mit seiner Natur, Kultur und Geschichte tief kennenzulernen und zu genießen.

Von Tupelo nach Natchez
Neben den hier vorgeschlagenen Städte-Stopps bietet der Natchez Trace Parkway auch zahlreiche Haltemöglichkeiten in schönster Natur. Auf der Nationalparkseite gibt es allgemeine und aktuelle Infos. Auch sehr schlichte Streckenkarten finden sich dort. Weiter unten auf dieser Seite sind detaillierte PDF-Karten für Teilstrecken verlinkt.

Tupelo: Nationalpark-Hauptquartier und Elvis‘ Geburtsort
In Tupelo darf der Entdeckergeist die Navigation übernehmen. Denn hier begann in einem kleinen Holzhaus die größte aller Rock ‘n‘ Roll-Geschichten: Im Elvis Presley Birthplace & Museum ist der Raum begehbar, in dem der King geboren wurde. Es warten außerdem viele Informationen über seine Kindheit und Jugend in Tupelo. Die kleine Stadt lädt zum Flanieren, gut Essen, Musik Genießen und Cocktails Schlürfen ein. Bevor es dann „on the road“ geht, noch eine leckere Stärkung bei Johnnie’s Drive-In, wo schon Elvis gerne die bescheidenen Dough Burger mit mehr Mehl als Fleisch im Patty aß, die in der Großen Depression erfunden wurden. Wer etwas mehr Bewegungsdrang verspürt, wandert vielleicht noch eine Runde durch den nahegelegenen, sehr schönen Tombigbee National Forest.

Bei Tupelo, am Meilenpunkt 266, steht das offizielle Visitor Center des Natchez Trace Parkway – der ideale Ausgangspunkt, um die Reise gut informiert anzutreten und zu planen.

Wander-Tipp: Ein Besuch des Wanderwegs Zypressensumpfes kurz vor Ridgeland, Meile 120. Vom Steg aus lässt sich vielleicht die eine oder andere Schildkröte entdecken – auf jeden Fall aber leuchtendes Grün, von den Bäumen hängendes „Spanisch Moss" und eine mystisch-schöne Naturstimmung.

In Ridgeland radeln und auf dem Original-Trace wandern
Die Route führt 100 Meilen vor ihrem Ziel mitten durch die grüne und sehr gepflegte Vorstadt der Hauptstadt Jackson: Ridgeland, die Radler-Hochburg Mississippis. Es gibt hier einige Fahrradverleihe. Auch eine Radtour oder Wanderung auf der Zehn-Meilen-Route des Chisha Foka Multi-Use Trail ist unbedingt zu empfehlen, führt sie doch in schönste Natur mit Pinienwäldern, Wildblumen und mehr. Der Pfad ist benannt nach einem Ort der Choctaw Ureinwohner, der hier einst zu finden war. Und auch ein Stück des ursprünglichen Trace findest du hier.

Ein Besuch des großen Stausees Barnett Reservoir, an dessen Ufer der Trace entlangführt, eröffnet weite Ausblicke aufs Wasser, noch mehr Grün und schönste Sonnenuntergänge für Urlaubsfeeling pur. Restaurants mit Seeterrassen laden zum Verweilen ein, auch Bootsverleihe gibt es. Ridgeland hat gute kulinarische Angebote – vor allem Steakhäuser. Für jeden Geschmack finden sich schöne Übernachtungsmöglichkeiten.

Zwischenstopp-Tipp: Rund 40 Meilen vor Natchez, von Port Gibson aus zehn Meilen westwärts etwas abseits vom Natchez Trace gelegen, ragen die beeindruckenden Säulen der Windsor Ruins in die Höhe. Sie sind geblieben vom einstmals größten Herrenhaus des Bundesstaates, das zwischen 1859 und 1861 errichtet und während des Bürgerkriegs als militärischer Aussichtspunkt und Krankenhaus genutzt wurde. Ein Feuer zerstörte es 1890, als ein Gast mit seiner Zigarette im Bett einschlief.

Vor Natchez‘ Sonnenuntergängen dahinschmelzen
Der relaxte Roadtrip könnte nicht schöner enden als in der Südstaatenperle Natchez, hoch über dem Mississippi. In keiner anderen Stadt stehen mehr Südstaatenvillen aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Die Stadt hält gleichzeitig sehr bewusst die Erinnerung an die Sklaverei wach, ohne die eine solche Pracht niemals hätte entstehen können. Am unteren Ufer warten zum Sonnenuntergang oft leuchtende Farben am Himmel, die man mit einem Drink in der Hand und träumend genießt. Wer Glück hat, schaut auf einen Schaufelraddampfer.

Das quirlige Städtchen, die älteste noch bewohnte europäische Siedlung am Mississippi, ist eng mit der Natur verwoben – im näheren Umfeld finden sich einige markierte Wanderwege. Auch hier lässt sich mit gutem Schuhwerk der ursprüngliche Old Trace bewandern. Wunderschön sind Radtouren rund um den beliebten Ort. Das Besucherzentrum bietet Karten und viele weitere Tipps für Natchez, das mit seinen guten Restaurants, prächtigen Häusern und vielseitigen Events die Entdeckungsfreude hochhält.

PDF-Karten für Teilstrecken:
Tupelo-Houston
Houston-Ridgeland
Ridgeland-Natchez